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1. tag, montag, 01.09.2003
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Am Montagabend trafen wir uns voller Erwartung um 19:00 Uhr am Anger, wo wir um 19:30 Uhr in den Bus stiegen. Nach ausgiebiger Verabschiedung fuhren wir los und gelangten nach 15 Stunden Busfahrt trotz sekundenschlafgefährdetem Busfahrer sicher an den Hafen von Ancona.
2. tag, dienstag, 02.09.2003
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Als wir gegen 10:00 Uhr im Hafen von Ancona ankamen, hatten wir bis zur Abfahrt der Fähre noch etwa fünf Stunden Zeit, die wir in der Innenstadt verbringen durften, was sich ganz schön lange hinzog... Nach einer kurzen Stärkung in einer Pizzeria liefen wir um 14:15 Uhr wieder zum Hafen. Nachdem wir unser Gepäck aus dem Bus geholt hatten, mussten wir über eine Stunde an der Fähre warten, bis wir an Bord gehen konnten. Um 16:00 Uhr durften wir dann endlich in die Fähre und uns in der „Business-Class“ auf Deck 8 einrichten. Gegen 17:00 Uhr legte unser „olympischer Palast“ in Ancona ab, wo sich unsere 5-fach-Blitz-Nadine am Heck einige Schnappschüsse gönnte. Abends aßen wir dann im Restaurant der Fähre und saßen später draußen auf Deck noch zusammen, unterdessen sich einige schon in unserem voll klimatisierten „Schlaf“saal – auch bekannt als Eisschrank – zum Winterschlaf bereit machten. Bei eisigen Temperaturen suchten wir uns alles, was wärmen half, packten uns gut ein und versuchten zu schlafen. Nachdem einige auf den Fußböden oder in anderen Gängen der Fähre, in denen es wärmer war, geschlafen und alle geduscht hatten, packten wir unser Chaos zusammen und warteten, um die Fähre in Igoumenitsa zu verlassen.
3. tag, mittwoch, 03.09.2003
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Um 8:20 Uhr verließen wir dann die Fähre und liefen zu unserem Bus mit unserem Fahrer Chris. Nachdem unsere Fähre die Weiterfahrt nach Athen antrat, begannen wir unsere Reise ins Landesinnere, wo wir uns bei unserem ersten Halt die Altstadt von Ioannina samt Süßwassersee ansahen. Nach einem ausgezeichneten Mahl bei einer urtypischen griechischen Backstube fuhren wir weiter auf den Katara-Pass. Dort ging ein heftiger Wind und zur Belustigung einiger gab es nur ein originelles Plumpsklo. Kurz darauf kamen wir in Kalambaka an und fuhren zu den Meteoraklöstern hinauf, nur um festzustellen, dass diese bereits geschlossen hatten. Nach dem Abendessen gingen wir noch spazieren und feierten in den 19. Geburtstag von Yvi und Caro.
4. tag, donnerstag, 04.09.2003
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Nach dem Frühstück hatten wir bei unserem zweiten Versuch mehr Glück: Diesmal waren die Klöster geöffnet und wir konnten endlich mit unserer Besichtigung der Werkstätten, der Gruft und der Innenhöfe des Klosters beginnen. Um 11:00 Uhr starteten wir dann in Richtung Thessaloniki, wo wir gegen 17:00 Uhr an unserem Hotel ankamen, das zur Überraschung aller direkt am Strand lag und im Vergleich zu dem, was uns auf dieser Fahrt noch erwarten sollte, vergleichsweise luxuriös war. Abends gingen wir – die große Familie - „freiwillig“ in eine zweifelhafte Hafenspelunke essen und genossen die einheimische Küche. Danach ließen wir den Abend noch mit Wein und Ouzo ausklingen und lauschten stundenlangen Monologen.
5. tag, freitag, 05. 09.2003
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Nach einem ausgiebigen Frühstück samt „Frischfleischeinlage“ und dem Kennenlernen der Berndschen Lebensphilosophie machten wir uns dann auf zur Stadtbesichtigung und zur Festung, von wo wir einen herrlichen Blick über die Stadt und die ganze Bucht genossen. Danach ging es wieder hinunter in die Altstadt, wo wir zuerst eine Kirche, dann St. George und den Galeriusbogen besichtigten. Dann durften wir alleine – sprich: „in 3er-Gruppen“ - die Stadt erkunden, um uns später am „Weißen“ Turm wieder zu treffen. Den Rest des Tages verbrachten wir im Hotel, schrieben Karten, waren am Pool und am Meer und genossen unsere Auszeit. Abends kam es dann zum ersten Tiefpunkt auf unserer Fahrt, als wieder mal unsere Begleitperson die Gruppe nötigte, geschlossen mit essen zu gehen.
6. tag, samstag, 06.09.2003
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Gegen 8:00 Uhr brachen wir auf, um nach Pellas zu fahren, Griechenlands gottverlassenen Norden an der Grenze zu Mazedonien. Dort besichtigten wir das etwas bescheiden ausfallende Ausgrabungsgelände samt Museum, das ungleich beeindruckender ausfiel. Um 11:20 Uhr fuhren wir dann weiter, machten zwischendurch mal wieder eine der obligatorischen „Frappépausen“ und kamen um 16:00 Uhr an der Ionidas-Statue an, wo wir vor der Kulisse der Thermopylen ein Gruppenfoto machten. Nach einer kurzen Fahrt über einen Gebirgspass erreichten wir gegen 19:00 Uhr Delphi. Später am Abend saßen wir dann noch zusammen und erfreuten uns der Dinge, die da kommen mochten.
7. tag, sonntag, 07.09.2003
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Nach einer nächtlichen Diskussion mit einem unserer Lehrer, der wieder einmal Schüler aus der Gruppe beschuldigte, die nächtlichen Ausgangszeiten überschritten zu haben, war die Stimmung am nächsten Morgen ein wenig gedämpft. Kurz nach 8:00 Uhr morgens machten wir uns von unserem Hotel auf zum Ausgrabungsgelände von Delphi, von wo aus einst das Orakel entscheidenden Einfluss auf das politische Geschehen des antiken Griechenlands nahm. Nach ein paar hundert Metern sahen wir hinter einer Kurve bereits die Tempelanlage, die dramatisch an den Berghang gebaut worden war und nun durch das Licht der aufgehenden Sonne eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde. Zuerst gingen wir jedoch ins Museum und betrachteten den berühmten Wagenlenker, wobei hier das Blitzverbot, das in allen griechischen Museen schon obligatorisch war, eine sehr strikte Auslegung erfuhr. Danach betraten wir das Ausgrabungsgelände und folgten der Prozessionsstraße, vorbei am Athena-Schatzhaus, Apollon-Tempel und dem Tempel der Pythia, in dem sie auf einem Dreifuß über einem Erdspalt saß und vom Dampf des Erdinnern benebelt ihre Weissagungen machte. Am Theater vorbei erreichten wir dann auch das ganz oben am Hang gelegene Stadion, von wo aus wir die beeindruckende Aussicht auf das Tal genossen. Auf dem Weg zurück zum Bus legten wir noch einen Halt samt knappst bemessener Ansprache an der Kastalischen Quelle ein, wo wir alle das glückbringende Wasser tranken, das uns laut Aussage der Reiseleitung heil durchs Abi bringen sollte. Darauf liefen wir zu den unteren Ausgrabungen und sahen uns den berühmten dorischen Rundbau an. Mit dem Bus erreichten wir um 12:00 Uhr das Kloster Hosios Lukas, wo wir wieder einmal mehr als genug Zeit hatten, uns der einheimischen Kultur zu widmen. Um 13:15 Uhr erreichten wir dann das Dorf Distomo und liefen zur Gedenkstätte für die Naziverbrechen hinauf und durften dort Augen- und Ohrenzeugen eines exzellent recherchierten Referats werden. Etwa zwei Stunden später erreichten wir dann auf dem Weg nach Athen einen Strand, der zu etwa gleichen Teilen aus Schotter, Zigarettenkippen und Scherben bestand, an dem wir weitere zwei Stunden zubringen mussten. Kurz vor 20:00 Uhr kamen wir dann in Athen an. Hier verabschiedeten wir unseren Busfahrer Chris, der uns auf dem ersten Teil unserer Reise bis hierher begleitet hatte und machten uns auf den Weg zum Hotel, das ein paar aufgerissene und unter einer immensen Staubschicht begrabene Straßen weiter weg lag und zur Freude aller neu renoviert war und dessen Einrichtung wenigstens nahezu komplett war. Es war unverkennbar: Angesichts dieser Bauwut hatten die Griechen etwas Muffensausen, dass sie mit den Renovierungen bis zu den Olympischen Spielen im nächsten Sommer nicht fertig werden würden. Gegen 21:00 Uhr gingen wir dann in die Altstadt unterhalb der Akropolis und fanden ein wirklich gutes Straßenrestaurant, das direkt am Turm der Winde lag.
8. tag, montag, 08.09.2003
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Nach dem Frühstück trafen wir uns um 7:50 Uhr alle am Platz vor der kleinen Nitropolis, um mit der U-Bahn zum Hafen von Piräus zu fahren. Nachdem wir uns durch den versifften Hafen gekämpft hatten, erreichten wir unseren Seelenverkäufer nach Ägina, der mit Sicherheit nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprach. Daher war auch der Name sehr bezeichnend: Odysseas II. Odysseas I war wohl schon länger nicht mehr im Hafen von Piräus gesichtet worden. Am Bug des Schiffes, direkt über dem Maschinenraum hielt Herr E. einen längeren versöhnlichen Monolog, der aber aufgrund des unbeschreiblichen Lärms den meisten bis heute inhaltlich unbekannt geblieben ist. Vom Hafen in Ägina-Stadt aus fuhren wir mit einem Klassiker unter den Mercedes-Bussen – das Modell hat sicher schon die Helden von Bern zurückgebracht - samt rasantem Busfahrer am Kloster Agios Nektarios vorbei und zum Aphaia-Tempel weiter. Von dort konnten wir einen herrlichen Rundblick bis hin zum Kap Sounion und dem Athener Hafen genießen. Nach der Besichtigung der Anlage gingen wir zu einer direkt hinter der Tempelanhöhe liegenden Bucht hinunter und aßen alle gemeinsam im wohl zweitschönsten Lokal von ganz Ägina, bei „Marias Sohn“. Denn das schönste Lokal – was natürlich jenes von Maria war – war leider aus unerfindlichen Gründen geschlossen. Nach dem Essen durften wir uns bis 17:00 Uhr an zwei Stränden in dieser Bucht aufhalten und wer waghalsig genug war, sogar mal im Brackwasser des Athener Hafens baden. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück nach Ägina-Stadt und von dort wieder mit der Fähre nach Piräus zurück. Gegen 21:30 Uhr erreichten wir dann wieder das Athener Hotel und gingen in der Altstadt essen. Später am Abend tranken wir dann noch überteuerte Cocktails in einem Schickeria-Restaurant und lernten den berühmten Charme des einheimischen Dienstleistungsgewerbes kennen.
9. tag, dienstag, 09.09.2003
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Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ging es gegen 7:30 Uhr los in Richtung Agora, dem alten Athener Marktplatz unterhalb der Akropolis. Danach liefen wir hinauf zum besterhaltenen Tempel des Landes, dem Hephaistos-Tempel. Und dann ging es auf den Areopag, von wo man eine überraschend smogfreie Aussicht auf Athen und auf die nahe und komplett in Gerüst stehende Akropolis hatte, zu der wir uns, nachdem wir uns (fast alle) erfolglos nach einem schattigen Plätzchen umgesehen hatten, danach auf den Weg machten. Nach einem beschatteten Bad in Hundeurin ging es wieder hinunter zur Plaka, wo wir erstmal eine Pause machten und dann entscheiden konnten, ob wir gleich ins Hotel zurück oder noch einen Rundgang durch Athen machen wollten. Und so besichtigten wir einen Tempel, das Olympiastadion von 1896, bis wir den Syntagma-Platz erreichten und die Ehrengardisten bei ihrer Wache beobachteten. Nach diesem anstrengenden Tag machten uns die 45 Minuten, die wir warten mussten, bis sich die Soldaten endlich einmal anschickten, sich zu bewegen, nun auch nichts mehr aus. Nach dieser Extratour wurden wir noch auf ein Getränk eingeladen, bei der die „freiwillige“ Anwesenheit gute Stimmung hervorrief. Gegen 23:00 Uhr machten wir uns dann alle auf zum Areopag, um dort gemeinsam den Abend zu verbringen. Wieder einmal bot sich uns eine wunderbare Aussicht: auf Athen bei Nacht und die wunderschön beleuchtete Akropolis. Trotz gedrückter Stimmung war der Abend für alle recht schön.
10. tag, mittwoch, 10.09.2003
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Um 8:00 Uhr machten wir uns auf zum Athener Großmarkt, um einmal das Flair des mediterranen Wirtschaftens (Fleisch-, Fisch-, Gemüse- und Obstmarkt) mitzuerleben. Nach diesem eindrucksvollen Schauspiel – garniert mit Schweineköpfen und toten Hunden - fuhren wir mit unserem Bus und Janis am Steuer zum Kaisarianikloster, wo wir etwa zwei Stunden sinnlosen Zeittotschlagens verbrachten. Anschließend fuhren wir weiter und kamen um 13:00 Uhr am Kap Sounion an, dem südlichsten Punkt der Halbinsel Attika. Begleitet von lieblichen Tönen des Pressluftbohrers machten wir uns auf den Weg zur Klippe, um an deren Rand ein hinreißendes Referat eines nicht ganz schwindelfreien Mitschülers zu hören. Nachdem wir uns dann alle noch die Inschrift Lord Byrons am Fundament des Tempels angeschaut hatten, gingen wir wieder Richtung Parkplatz, um dort für längere Zeit ohne Geld und Getränke in der prallen Sonne vor verschlossenen Bustüren zu stehen. Belohnt wurden wir nach Kap Sounion mit einer Fahrt, und zwar:
... zum Strand ... und die ... die genau hingehört hatten ... wussten ... warum wir nun zum Strand fuhren ... der aber nicht unterhalb des Tempels war ... da das Hotel ... wie wir sehen konnten ... in der Bucht renoviert wurde ... und wer genau hingehört hatte ... hatte gemerkt ... dass dies wenig Sinn machte ... weswegen wir es anders machten ... und zum Strand fuhren ... zu einem schöneren Strand ... was die Restauration anbelangt ... wobei es am Strand dort schön war ... da man die Tempelanlage oberhalb hatte ... der Strand ... zu dem wir nun fuhren ... aber Selbstservicerestauration am Strand bot ... Duschen am Strand bot ... und uns bat ... Eintritt zu zahlen ... weil die Infrastruktur dieses Strands ... in Vouliagmeni ... so war ... dass wir dies ausgekundschaftet hatten ... da man früher ja ... mit dem Zug zurückgefahren war ... und vorher ... bevor der Zug abfuhr ... in Vouliagmeni ... eingekehrt war... oder so...
Jedenfalls war es dort offensichtlich Sitte, einen Tisch zu trinken (sic!).
11. tag, donnerstag, 11.09.2003
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Früh morgens hielten wir zunächst kurz an der Athena-Trilogie an. Um 10:30 Uhr kamen wir dann in Eleusis am Ausgrabungsgelände an, von wo aus wir gute Sicht auf den Schauplatz der Schlacht von Salamis hatten. Dann ging‘s zum Isthmos von Korinth, der uns einen beeindruckenden Anblick bot, wonach wir eine einstündige „5-Minuten-Frappépause“ einlegten und dann weiter nach Altkorinth fuhren. Am dortigen Ausgrabungsgelände wurde uns die Möglichkeit zuteil, auf antiken Toiletten Probe zu sitzen. Im Anschluss fuhren wir in heiterer Stimmung den Berg hinauf, lauschten hoch literarischen Vorträgen der Marke Vorwerk und durften am Fuße der Festung Akrokorinth Teilnehmer einer kleinen Diskussion zum Thema Verantwortung werden. Obwohl dann auf dem Weg nach Tolo, frierenden Mitschülerinnen zuliebe, auch noch die Buselektronik lahm gelegt worden war, kamen wir doch mit unserem noch fahrbaren Untersatz um 19:30 Uhr am Hotel an. Am Abend, nach dem Essen, setzten wir uns noch gemeinsam ans Meer und trafen später noch Schüler des Max-Gymnasiums und des Ernestinums und hatten alle, besonders die sieben Säufer, viel Spaß.
12. tag, freitag, 12.09.2003
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Nach der ersten Nacht in Tolo durften wir bis 7:30 Uhr ausschlafen, sodass wir erst um 9:15 Uhr mit dem Bus nach Epidauros losfuhren. Hier stiegen wir sofort – fasziniert vom Anblick des gut erhaltenen Theaters – die Sitzreihen bis ganz nach oben und sahen so das Theater quasi aus der Vogelperspektive. Mit ein paar passionierten Sängern aus unseren Reihen, die mehr oder – sagen wir – weniger gut waren, testeten wir die unglaubliche Akustik. Die Bauweise nach dem Prinzip des „Goldenen Schnitts“ ermöglicht eine perfekte Akustik, sodass die Stimme des Künstlers in der Mitte der Orchestra auf diesen wieder zurück schallt. Nach dem Chorauftritt, der mit peinlich noch wohlwollend beschrieben ist, fuhren wir weiter und erreichten um 14:00 Uhr Mykene. Danach gingen wir, geführt von Julian, durch das Ausgrabungsgelände – über Stock und Stein, um schließlich alle in der Zisterne zu verschwinden, an deren Ende wir überrascht wurden, denn dort befand sich: rein gar nichts. Nach der Besichtigung des Schatzhauses fuhren wir, die 41 besoffenen Schweine, wieder zum Hotel zurück. Um 20:00 Uhr fuhren wir dann mit unserem Bus nach Nafplio. Dort hatten wir die Zeit bis 0:00 Uhr zur freien Verfügung und bummelten durch die tolle nächtlich-belebte Stadt und aßen dort zu Abend.
13. tag, samstag, 13.09.2003
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Am nächsten Tag hielten wir jeweils kurz an der Palamidi-Festung und beim Bayerischen Löwen. Auf der Fahrt nach Sparta fuhren wir an der Festung Tiryns vorbei, machten eine Pause und kamen um 12:00 Uhr in Mystras an, wo wir alle den Berg zur Festung hinauf stiegen. Dann ging‘s über zahlreiche Klosteranlagen auf steinigen Umwegen, von der Reiseleitung durch eigenes Verschulden in die Irre geführt, durch die gesamte Anlage hinunter zum Parkplatz, wo wir dann zwei Stunden in der prallen Sonne auf Herrn E. und den Bus mit seiner Medikamententasche warteten, die von einigen böswilligen Schülern an der üblichen Stelle unter dem Bussitz der Begleitperson unauffinbar versteckt worden war. Um 16:15 Uhr fuhren wir dann über das beeindruckende Taigitosgebirge und hielten an einer Taverne, die vorzüglichen griechischen Joghurt mit schmackhaftem Honig und Walnüssen feilbot. Gegen 20:00 Uhr kamen wir in Pylos an der verranzten Bruchbude an, die uns als Hotel verkauft wurde, und bezogen, sofern defekte Türschlösser dies nicht verhinderten, unsere Gemächer. Um 23:30 Uhr gab es noch eine Diskussion um Vertragsinhalte eines bis heute nicht bekannten Vertrages, die mehrere Stunden dauerte, wobei jedoch einige – Gott sei Dank! - schon im Bett waren und die blinkende Leuchtreklame durch die Löcher des defekten Bretterverschlags vor dem Fenster bewundern durften.
14. tag, sonntag, 14.09.2003
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Um 9:00 Uhr machten wir uns nach einer ausgiebigen Dusche, bei der man unweigerlich das halbe Zimmer unter Wasser setzte, auf zur Festung Methoni, deren Mauern wir zunächst von außen betrachteten und anschließend über die weitreichende Anlage schlenderten. Als wir um kurz nach 11:00 Uhr wieder nach Pylos wollten, war dem Bus ein Auto im Weg, sodass es kurzerhand von uns wegtransportiert werden musste. Am Hafen von Pylos mussten wir uns noch die „Mea-Culpa-Rede“ des Herrn E. anhören, die ca. 90 Minuten dauerte, sodass die bereitstehenden Bootskapitäne kurz vor einem Nervenzusammenbruch standen und deshalb geschätzte zwei Schachteln wegrauchten, bevor wir dann die Bootsfahrt beginnen konnten. An verschiedenen Inseln gingen wir an Land und besahen die dortigen Denkmäler. Nach der Bootsfahrt kamen wir um 15:00 Uhr am Nestorpalast an, der – wie so vieles auf unserer Rundreise - leider geschlossen hatte. Also fuhren wir um 15:30 Uhr schon weiter. Die Fahrt verlief eine lang Stunde plangemäß – doch plötzlich gab es eine recht unsanfte Vollbremsung und einen Knall. Dank eines rücksichtslosen Verkehrsrowdies musste eine Frau aus dem Gegenverkehr ausweichen und fuhr unserem Bus vorn in die Seite, wobei ihr stark beschädigtes Fahrzeug von der Straße in den nebenliegenden Olivenhain geschleudert wurde. Als Rettungswagen und Polizei nach geraumer Zeit vor Ort eintrafen und wir in das Dickicht aus Olivenbäumen neben der Straße verfrachtet wurden, wurde die Lage sondiert und das Abendessen sachgemäß für vakant erklärt. Da der Bus noch fahrtüchtig war, fuhren wir in die nächste Stadt in ein Café und Janis und Herr E. - als nach eigenem Bekunden einziger Augenzeuge eines dramatischen Unfalls der Marke „Alarm für Cobra 11“ - zur Polizei, um ihre Aussage zu machen. Ziemlich geschockt und mental angekratzt fuhren wir um 19:45 Uhr weiter zum Hotel nach Olympia, das wir um 20:30 Uhr erreichten. Nachdem sich ein Arzt um die zwei erkrankten Schülerinnen gekümmert hatte, gingen wir zusammen zum Essen, wo Herr E. uns unzählige Male explizierte, dass wir nur wenige Zentimeter dem sicheren Tode entkommen waren und den Begriff Hackfleisch neu definierte.
15. tag, montag, 15.09.2003
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Am Morgen luden wir dann unsere Koffer wieder in den lädierten Bus. Dann liefen wir durch abenteuerliches Gelände, vorbei an vollkommen verdutzten albanischen Gastarbeitern, zur Ausgrabungsstätte von Olympia. Im Stadion lieferten sich einige Herrschaften einen Wettlauf und wurden mit einer feuchtfröhlichen Siegerehrung belohnt. Bis um 13:30 Uhr durften wir dann in der Stadt den touristischen Freuden des Souvenirkaufs und des Fast-Food-Konsums frönen. Danach fuhren wir nach Patras, wo wir unseren Janis verabschiedeten. Um 16:30 Uhr ging‘s dann in die Fähre und wir bekamen wieder die „Illegale-Einwanderer-Klasse“ – aber diesmal bei normalen Temperaturen. Nach dem Abendessen auf der Fähre setzten wir uns zusammen und versuchten, in der Disco Spaß zu haben, um anschließend etwas Schlaf bzw. den Eintritt in die Zimmer zu finden.
16. tag, dienstag, 16.09.2003
Den Morgen verbrachten wir damit, unsere Sachen zusammen zu packen, um um 14:00 Uhr wieder im atemberaubenden Ancona an Land zu gehen, wo uns der Bus der Fa. Schnabel schon erwartete. Dann ging‘s los in Richtung Heimat, und zwar direkt – ohne den geplanten Aufenthalt in Italien, da alle nur noch heim wollten. So fuhren wir den ganzen Tag und die halbe Nacht hindurch.
17. tag, mittwoch, 17.09.2003
Um 3:30 Uhr kamen wir am Anger an, wo uns unsere Eltern abholten und wir alle froh waren, wieder daheim zu sein und ein halbwegs selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen. Allerdings lag das nicht am schönen Griechenland, sondern an anderen Problemen, mit denen wir leider auszukommen hatten.